Michael Sagenhorn/ Mai 25, 2026/ Events, Tipps/ 0Kommentare

Im Hausler Hof in Hallbergmoos bei München findet an den Pfingsttagen, vom 23. -25. Mai 2026 ein Mittelalterspektakel statt. Die Highlights sind das Ritterturnier, die große Feldschlacht der Ritter und die Umrundung des kleinen hofeigenen Sees, mit einem Wikingerschiff.

Am Pfingstsonntag sind wir vor Ort gewesen. Der Eintritt war human: 15 Euro pro Erwachsene, 7 Euro für Kinder. Historisch gewandete Gäste mussten nur 10,– Euro berappen, und Familien zahlten nur für das erste Kind.

Wir kamen gerade pünktlich zum Ritterturnier um 13:00 Uhr, das die Ritter vom Show- und Stuntteam Kaiser auf ihren edlen Rössern veranstalteten. Das Team hatte sich eine kleine Geschichte zum Turnier ausgedacht, um die Stimmung zu vertiefen. Auch der Humor ist hier nicht zu kurz gekommen. Der böse, böse Bube war natürlich der Schwarze Ritter. Die Kontrahenten mussten verschiedene Aufgaben erfüllen: Ringe oder Säcke mit einer Lanze treffen, und Kelche im Reiten aufnehmen. Zum Abschluss gab es einen schönen Lanzengang, der in einem gefährlichen Zweikampf zwischen der Prinzessin und dem Schwarzen Ritter endete. Das waren 30 Minuten beste Unterhaltung unter praller Sonne. Die Ritter waren nicht zu beneiden.

Die wackeren Recken zu Beginn des Turniers
Der mordsgefährliche Schwarze Ritter (eigentlich die sympathischste Figur)

Ebenso wenig waren die Ritter zwei Stunden später zu beneiden, bei der großen Feldschlacht. Eigentlich war es gar keine große Feldschlacht. Die hatte es 2023 bei den Mittelaltertagen in Haar gegeben. Hier wurden eher Zweikämpfe mit unterschiedlichen Waffen gezeigt. Aber auch das hatte einen großen Unterhaltungswert. Der älteste Ritter, der in schwerer Montur bei Gluthitze kämpfte, war respektable 85 Jahre alt. Dafür gab es donnernden Applaus.

Hier kreuzen sich die Klingen – eine Barbarin gegen einen orientalisch anmutenden Haudrauf.

Die Rundfahrt auf dem Wikingerschiff erlebt man auch nicht alle Tage. Zwar dauerte die Rundfahrt nur wenige Minuten, doch mache hat das sicher gefreut. Die Fahrt war zwar kostenlos, jedoch mussten die Gäste fleißig mitrudern.

Eine gemütliche Kreuzfahrt mit Wickie und den starken Männern.

Anderen beim Schuften zuzusehen, macht sehr hungrig. Zahlreiche Stände sorgten gegen klingende Münze für das leibliche Wohl. Ich gönnte mir bei der Wutz-Braterei eine Wutz-Semmel mit Sauerkraut. Wer mit dem Begriff ‚Wutz‘ nichts anfangen kann: Es ist ein süd-, mitteldeutscher Begriff für ‚Schwein‘. Danach gab es erst mal ein Verdauungsschläfchen auf der Wiese neben dem See, unter einem schattenspendenden Baum.

Das hat Tradition – eine alte Wutz-Braterei.

Am Abend wurde dann noch richtig aufgespielt, doch das haben wir nicht mehr mitbekommen. Wir waren bereits auf dem Heimweg, mit Erinnerungen an ein paar kurzweilige Stunden.

Normalerweise warte ich immer bis zum Winter, doch hier konnte ich nicht widerstehen. Daher nahm ich einen Hollermet als süffiges Andenken mit.

Bildquelle: Michael Schnitzenbaumer 2026

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Über Michael Sagenhorn

Im bürgerlichen Leben: Michael Schnitzenbaumer, lebt in Poing bei München, mit seiner Frau Steffi und seinen beiden Kindern Tatjana und Sebastian. Beruflich ist er als Webentwickler tätig, und natürlich auch als Grafiker und Illustrator. Neben den Hobbys 'Fotografie', 'Reisen und 'Kochen' liest er für sein Leben gerne phantastische Romane. Sofern es seine Zeit zulässt, spielt er auch mal gern ein Computerspiel. Was ich mag! Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft, Empathie, Romantik - Ohrenstöpsel und Tante Gretels Apfelkuchen. Was ich nicht mag! Verrat, Geldgier (obwohl ich gegen Geld oder Reichtum gar nichts einzuwenden habe), Egomanie - früh aufstehen.

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