Michael Sagenhorn/ Mai 4, 2026/ Kino und Film/ 0Kommentare


Mit dem Jahr 1986 verbinde ich große, einschneidende Filme. Manche davon habe ich damals bereits im Kino gesehen, wie meine drei Favoriten. Andere liefen erst später über meine Flimmerkiste. Lasst uns also 40 Jahre durch die Zeit zurückreisen.

Alle, die dieses Jahr erlebt haben, haben vielleicht noch Titel von damaligen Topfilmen vor Augen, deren Wellen bis in die Gegenwart reichen: Top Gun, der Actionfilm über das Fliegerass Maverik, gehörte zu den ganz großen Streifen, ebenso der düstere Klosterkrimi Der Name der Rose, in dem der Franziskanermönch William von Baskerville grausame Morde aufklärt.

Der Name der Rose war in Deutschland der erfolgreichste Film, mit ca. 6 Millionen Besuchern. Jenseits von Afrika, ein Film, der ebenfalls Millionen Zuschauer bewegte, landete auf Platz 2. Das bereits 1985 produzierte Werk lief erst im März 1986 bei uns an. Top Gun – Sie fürchten weder Tod noch Teufel, nahm Platz 3 ein, mit 4,2 Millionen Besuchern.

Dafür landete Top Gun auf dem ersten Platz, was die weltweiten Einspielergebnisse betrifft: Ca. 356 Mio. USD hatte der Film in die Kassen gespült. Heute lächeln wir nur heiter darüber. Bei 360 Mio. USD stehen die Chancen für einen Blockbuster heutzutage gut, einen finanziellen Flop zu landen. Zum Vergleich: Top Gun: Maverick, brachte 1,49 Milliarden USD ein, bei einem Produktionsbudget von ca. 170 Millionen USD.

Ziel dieses Artikels ist es übrigens nicht, die aufgeführten Filme groß zu analysieren oder tiefergehend zu bewerten. Hier zeige ich lediglich eine Übersicht an Filmen von 1986, die für mich positiv herausgestochen haben.

Meine persönlichen Favoriten im Kino

Der berühmte Top Gun-Song Take My Breath Away, von der Popband Berlin, dudelte im Radio rauf und runter, bis er mir zu den Ohren herauskam. Mein ganzes Umfeld war im Top Gun-Fieber. Jeder fand den Film einfach großartig – nur ich nicht. Ich Querulant! Auch wenn ich durchaus anerkenne, dass die Top Gun-Filme zurecht von ihren Fans gefeiert werden, konnte ich mich nie richtig mit dem US Air Force Action-Liebes-Spektakel anfreunden.

Ich selbst verbinde 1986 vor allem mit drei Filmen, die mir ganz besondere Kinoglücksmomente geschenkt haben: Aliens – Die Rückkehr, Poltergeist II – Die andere Seite und Highlander – Es kann nur einen geben.

Zähne und Schleim

Inspiriert von Aliens – Die Rückkehr

Ich glaube, bei Aliens wird es am wenigsten Reibungspunkte geben. Die meisten werden es wohl sehen, wie ich: Der Film ist ein Meisterwerk! In meinem Artikel über die Alien-Reihe habe ich mich ja schon ausführlich darüber ausgelassen.
Den ersten Teil, Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt, habe ich schon im Fernsehen gesehen. Daher war ich sofort gebannt, als der Trailer zu Aliens – Die Rückkehr über die Leinwand flimmerte. Kennt ihr das auch, wenn ihr nach nur wenigen Trailer-Momenten den Film unbedingt sehen müsst? Komme, was wolle? Meine Vorfreude war grenzenlos. Dann! Endlich! Mitte des Jahres lief der Film an. Beschwingt vor Vorfreude hüpfte ich ins Kino. Ich konnte kaum glauben, dass es endlich losgeht – dass ich mehr sehe, als nur die wenigen Filmschnipsel. So ein Gefühl hatte ich vorher nur bei Die Rückkehr der Jedi-Ritter.

Über zwei Stunden lang ließ ich mich in diese unheimliche Welt entführen. Meine ohnehin schon hohen Erwartungen wurden nochmals übertroffen. Aliens ist ein Science-Fiction-Action-Horror Film, den man meines Erachtens nicht besser machen kann. Den Film habe ich mir noch zwei weitere Male in kurzer Folge im Kino angesehen. Das gab es vorher noch nie.
Bei meinen nachhaltigsten Kinoerlebnissen, wird Aliens nur von Krieg der Sterne und Akira übertroffen.

Polter und Spuk

Inspiriert von Poltergeist II – Die andere Seite

Die nächste Fortsetzung, der ich entgegenfieberte, war Poltergeist II. Auch Poltergeist hatte ich bereits gesehen, diesmal auf Video. Produzent und Drehbuchschreiber Steven Spielberg und Regisseur Tobe Hooper hatten ein Horror-Abenteuer geschaffen, das ich so inszeniert, bis heute nicht wiedererlebt habe. Gerade Spielberg war ein Meister darin, die Faszination des Schreckens in eine abenteuerliche Geschichte zu kleiden. Das hat er schon bei Der weiße Hai bewiesen, oder bei Jäger des verlorenen Schatzes. Auch Poltergeist erzählt eher ein Abenteuer, als eine Horrorgeschichte. Die Familie Freeling bekommt es mit miesgelaunten Geistern zu tun, weil ihr Haus auf einem Friedhof erbaut worden ist, man jedoch die Toten vorher nicht umgebettet hatte. Der Spruch von Carol Anne, der jüngsten Tochter der Freelings, ist in die Filmgeschichte eingegangen. „Sie sind hier!“, flötete das fünfjährige Töchterlein.

Kurz darauf wird Carol Anne von den untoten, damals namenlosen Mächten, entführt. Wir begleiten die Freelings auf ihrem sehr emotionalen Weg, Carol Anne zurückzuholen. Der Film enthält einfühlsame Szenen, die den Zusammenhalt der Familie an uns herantragen, aber auch Schockmomente, wie den legendären Spielzeugclown, oder den Moment, in dem einer der Parawissenschaftler sich das Gesicht vom Schädel reißt. Zur damaligen Zeit war Poltergeist einer meiner Lieblingsfilme.

„Sie sind wieder da!“ Kein Wunder also, dass ich Poltergeist II fast ebenso entgegengefiebert habe, wie Aliens. Und tatsächlich schafft es der Film, den Vibe des Vorgängers einzufangen und zudem die Geschichte zu ergänzen. Das beginnt schon mit dem Soundtrack von Jerry Goldsmith, der auch für diesen Teil als Komponist gewonnen werden konnte. Die Klänge sind mystisch, indianisch, und sie fangen die Atmosphäre sehr gut ein.

Auch fast der gesamte Freeling-Cast ist wieder am Start. Nur Dominique Dunne, die Schauspielerin von Carol Annes großer Schwester Dana, konnte nicht mehr gecastet werden. Der reale Schrecken hatte zugeschlagen.  Sie wurde von ihrem Ex-Freund ermordet.
Der Film selbst ging nicht mehr auf das älteste Kind der Freelings ein. Es ist, als hätte es Dana nie gegeben.

Poltergeist II kommt nicht an die Qualität des Vorgängers heran. Aber er versucht zumindest an dessen Charme anzuknüpfen. Mit dem Indianer Taylor (Will Sampson) wird eine okkulte Figur eingeführt, die vor allem dem Vater, als eine Art Seelenbegleiter dient und das Medium Tangina (Zelda Rubinstein) gut ergänzt. Tangina kennen wir ebenfalls bereits aus dem ersten Teil.

Zudem bekommt das Böse ein Gesicht: Reverend Henry Kane. Der Schauspieler Julian Beck gibt diesem Charakter eine besonders unheimliche Note. Leider verstarb Beck noch während der Dreharbeiten 1985. Sein Nachfolger Nathan Davis, der Kane in Poltergeist III verkörpert, reicht nicht an die faszinierende Präsenz von Beck heran.
Poltergeist II macht trotz allem richtig Laune. Er ist eine gelungene Fortsetzung, reicht aber nicht an den ersten Teil heran. Letzten Endes …

… kann es ja ohnehin nur einen geben!

Inspiriert von Highlander – Es kann nur einen geben

Aber nicht nur Fortsetzungen sind beim Publikum gut angekommen. Highlander war für mich die Kinoüberraschung 1986. Auch hier wurde ich von Anfang an hineingezogen, zuerst in den Madison Square Garden, in dem der Hauptcharakter Connor MacLeod auf der Tribüne den Kampf der Wrestler verfolgt, schon tief in sich versunken, in Vorbereitung auf seinen eigenen bevorstehenden Kampf gegen den Schwertkämpfer Fasil.

Highlander erzählt eine ungewöhnliche Geschichte, über geheimnisvolle, unsterbliche Schwertkämpfer, die Jahrhunderte lang gegeneinander antreten, bis der Letzte von ihnen, der übrig ist, den einen Preis erhält. Denn sobald der Kopf vom Körper rollt, ist es auch mit der Unsterblichkeit vorbei.
Dabei lässt der Film die Herkunft der Kämpfer offen und ebenso, warum dieser eine Preis überhaupt ausgelobt wird. Im Allgemeinen ist es eine Schwäche des Drehbuchs, solche essenziellen Fragen nicht zu beantworten. Aber hier geht es im Prinzip nur darum, einen Grund zu finden, die Kämpfer gegeneinander antreten zu lassen. Natürlich muss dieser Preis etwas Bahnbrechendes sein. Die Auflösung ist nicht originell, aber sie funktioniert. 

Der Film versteht es sogar, aufgrund dieser offenen Fragen die Faszination der Zuseher zu steigern. 
„Es ist eine Art Magie“, weist Connor uns ein. Als man in den Fortsetzungen und in der Serie den Hintergrund der Schwertkämpfer näher beleuchten wollte, wurde meines Erachtens lediglich der Highlander-Mythos zerstört. A Kind of Magic (Queen) musste unbefriedigenden Drehbüchern weichen.

Der erste Film ist jedoch ein Juwel, die Geschichte wurde zufriedenstellend abgeschlossen. Mit Kurgan (hervorragend: Clancy Brown) hatte der Film einen Schurken geschaffen, der beeindruckt und zugleich Spaß macht („Sprich nie wieder mit mir!“). Unvergessen ist seine ikonische Autofahrt des Wahnsinns durch die Straßen von New York.

Auch Sean Connery als Connors Lehrermeister Juan Sánchez Villa-Lobos Ramírez hat für einige ikonische Momente gesorgt („Das ist die Urkraft, MacLeod“). Zum Beispiel sein Kampf gegen Kurgan, während ein Blitzgewitter die beiden Kontrahenten umzuckt.

Unvergesslich auch die Szene, als ein Mann namens Bassett den sturzbetrunkenen Connor zum Duell fordert, weil er dessen Frau ein „aufgeblasenes Warzenschwein“ genannt hatte. Der arme Bassett verzweifelt schier, weil der vermeintlich getötete Conner immer wieder aufsteht. Am Ende muss sich Bassett mit einer Entschuldung zufriedengeben.

Wesentlich zur Stimmung des Films trägt der Soundtrack der Rockband Queen bei. Immer wieder verbindet Freddie Mercurys kraftvolle Stimme die Filmbilder und schafft so weitere einprägsame Momente. Die Szene, die mit dem Song Who wants to live forever? einhergeht, ist wohl die anrührendste des Filmes. Wir erleben Connors Abschied von seiner ersten großen Liebe. Heather MacLeod wird wie jeder gewöhnliche Mensch älter, während ihr Mann noch so jung ist, wie am ersten Tag. Sie stirbt, ohne zu begreifen, warum er nie älter geworden ist. Danach verlässt Connor das gemeinsame, jetzt vereinsamte Haus und zündet es an. Bilder und Lied beweinen seinen großen Verlust. Solche Szenen waren schon damals selten und sind heute kaum noch zu sehen.

Eine weitere große Stärke des Films ist, dass er gekonnt Zeit und Ort wechselt. Die Haupthandlung spielt im Jahre 1985, aber immer wieder befinden wir uns in der Vergangenheit, vor allem in den Highlands ab 1536. Dort sehen wir den jungen Connor MacLeod, wie er seinem Meister Ramírez begegnet, nachdem Kurgan ihn zum ersten Mal getötet hat, und wie er seine erste Frau Heather kennenlernt.
Natürlich merkt man Highlander die Zeit deutlich an. Trotzdem ist seine Art, die Geschichte zu erzählen, zeitlos geblieben.

Traumfabrik 86 zwischen Schrecken und Fantasie

Inspiriert von David Cronenbergs Die Fliege

Neben meinen drei Favoriten gibt es weitere Filme, die beim Publikum viel Anklang gefunden haben. Auch so manches Remake ist zum Kult geworden.

Kaum ein Horrorfilmfan, der noch nie vonDie Fliege von David Cronenberg gehört hat. Dieser Film ist nicht nur ein schockierender Bodyhorrorfilm, mit ziemlich unappetitlichen Effekten. Er erzählt auch vom Verlust der Menschlichkeit. Was lauert hinter uns, wenn wir unseren Genen nicht mehr trauen können? Inwiefern beeinflusst der Körper unseren Geist? Seth Brundle (Jeff Goldblum), der kauzige Wissenschaftler, der einen Teleporter erfunden hat, war furcht- und mitleiderregend zugleich. Welcher Gedanke hat mir bei der Aufarbeitung des Films mehr Angst eingejagt? Dem Fliegen-Menschen-Ding zu begegnen? Oder die Vorstellung, selbst mit der Fliege den Teleporter zu besteigen?

Mit Hitcher, der Highway Killer bekommen wir einen der beklemmendsten und schonungslosesten Thriller der 80er Jahre. Rutger Hauer, der ohnehin schon eine unheimliche Ausstrahlung besitzt, glänzt in der Rolle eines gnadenlosen Killers, der so lange tötet, bis er jemanden findet, der seinem verhassten Leben ein Ende setzt.

Big Trouble in Little China, einer von John Carpenters teuersten Filmen, enttäuschte zwar an den Kinokassen, bleibt aber für mich ein Erlebniskino, das Martial-Arts, Fantasy und Komödie verbindet. Unverwüstlich wie immer bei Carpenter: Kurt Russell, hier als Trucker Jack Burton mit seinen lockeren Sprüchen. Das Besondere an diesem Film: Nicht der Hauptheld Jack Burton rettet ständig den Tag (ja, der auch), sondern sein Sidekick Wang Chi (Denis Dune), der gegen sinistere Kräfte streitet, während Jack entweder von herunterfallenden Steinen ausgeknockt wird, die er selbst im Überschwang herabgeschossen hat, oder damit beschäftigt ist, sich unter einem übergewichtigen Toten zu befreien.

Neben diesem Fantasyfilm gab es einen Weiteren, der mir gut gefallen hat:  Die Reise ins Labyrinth, erzählt eine Metapher vom Erwachsenwerden, und davon, dass man sich zwar von liebgewonnenen Dingen, die unsere Kindheit bestimmt haben, trennen muss, jedoch sollte man sich immer einen kleinen Teil davon im Herzen bewahren, besonders wenn es um die Fantasie geht.

Neben Jennifer Connelly, die als Sarah Williams durch das magische Labyrinth irrt, um ihren kleinen, entführten Bruder wiederzufinden, weil sie den vorher zu den Kobolden gewünscht hat, sticht vor allem David Bowie, als Koboldkönig heraus. Seine Songs sind es auch, die dem Film zusätzlich Kraft verleihen. Die Kobolde und andere Fabelwesen sind weiterentwickelte Muppet-Puppen von deren Erfinder Jim Henson. Henson hat auch Regie geführt.

Für David Bowie war es aber nicht die einzige Filmbeteiligung in diesem Jahr. Er schrieb und sang den Titelsong zum Trickfilm Wenn der Wind weht. When the Wind Blows, lief seinerzeit bei mir rauf und runter – also das Lied, nicht der Film. Den Film habe ich erst Jahre später gesehen. Er erzählt die ergreifende Geschichte des älteren Ehepaars Jim und Hilda. Jim und Hilda gehörten für unsere Altersgruppe zu den Gesichtern des Kalten Krieges. Die beiden müssen sich in einer Welt nach einem Atomschlag zurechtfinden. Das gutmütige, aber naive Paar bleibt regierungstreu und optimistisch und versucht das Beste aus dem Atomschlag zu machen, bis das Leben wieder seinen geregelten Gang gehen kann. Wir sehen ihnen dabei zu, ebenso hilflos wie das Paar, denn wir wissen, dass Jim und Hilda nie wieder ein geregeltes Leben führen werden, und es nur eine Frage der Zeit ist, bis sich ihre Körper der Strahlung ergeben. Wenn der Wind weht ist ein zutiefst bewegender Film.

Inspiriert von Das Schloss im Himmel

Ein anderer Trickfilm erzählt da schon ein hoffnungsvolleres Abenteuer. Nein! Nicht Feivel, der Mauswanderer, der erfolgreichste Trickfilm von 1986, der seinerzeit auch in aller Munde war, sondern der erste offizielle Film des legendären japanischen Filmstudio Ghibli.

Nausicaä aus dem Tal der Winde hat so viel Geld eingespielt, dass dieses Studio 1985 gegründet werden konnte. 1986 startete Studio Ghibli seine erfolgreichen Produktionen mit Das Schloss im Himmel, eine abenteuerliche Sci-Fi-Fantasy-Geschichte, um die Waisenkinder Sheeta und Pazu, die nach Laputa, der geheimnisvollen Stadt im Himmel suchen.
Zwar war diese Geschichte nicht so erfolgreich, wie Nausicaä (ich muss zugeben, auch ich finde Nausicaä besser), aber es reichte dem Studio, seinen offiziellen Grundstein zu legen.

Für mich gab es noch einen erwähnenswerten, sehr unterhaltsamen Trickfilm aus Dänemark: Walhalla. Hier tauchen wir ein, in die Sagen von Thor und Loki. Besonders unterhaltsam ist die putzige Figur des Zwergriesen Quark, der nur Unsinn anstellt, aber sehr liebenswert ist. Zudem geht der Soundtrack von Ron Goodwin richtig ins Ohr. Ich ertappe mich sogar noch heute dabei, ab und zu das fröhliche Pfeifliedchen vom Tjelfe, Røskva und Quark nachzupfeifen.

Das waren noch lange nicht alle großen Filme. Weitere Science-Fiction Filme habe ich noch nicht erwähnt. Nr. 5 lebte sich in die Herzen des Publikums (Nr. 5 lebt).
Kirk, Spock und McCoy reisten mit ihrer Crew zurück in die Gegenwart, um Buckelwale zu fangen. Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart ist für mich der humorvollste Film der Star Trek-Reihe.

Mit Stand by Me – Geheimnisse eines Sommers erhielten wir eine der besten Stephen King-Verfilmungen. Die Schauspielerriege ist beachtlich: Die Jungs wurden gespielt von Wil Wheaton (noch ohne Wesley Crusher-Vorbelastung), Corey Feldman (von dem man heute kaum noch etwas hört), Jerry O’Connell (damals, in seiner ersten Rolle, noch etwas fülliger) und von dem leider viel zu früh verstorbenen River Phoenix. Zudem gehören auch Kiefer Sutherland und Richard Dreyfuss zum Aufgebot.
Mir hat der Film genauso gut gefallen, wie Kings Novelle, bei uns bekannt unter dem Titel Die Leiche.

Inspiriert von Star Trek IV: Zurück ni die Gegenwart

Einen Geheimtipp habe ich noch, auch wenn er sicher nicht jedermanns Geschmack sein dürfte: Ken Russells Gothic, ein Thriller mit surrealistischen Elementen. Der Film erzählt die Ereignisse von einer Nacht im Leben Mary Shelleys, als sie mit ihrem Mann auf dem Landsitz von Lord Byron eingeladen war. Diese Nacht gab es wirklich, wenn auch mit Sicherheit nicht wie im Film beschrieben. Es wird erzählt, dass dieses historische Treffen den Grundstein für Mary Shelleys Frankenstein legte.
Der Film ist speziell, aber vielleicht könnt ihr euch darauf einlassen.

Mein Resümee zu 1986

Filme sind, wie auch Romane, etwas sehr Persönliches. Jeder verbindet etwas anderes damit.
Manchmal bedeuten uns Filme so viel, dass wir darüber sprechen wollen, entweder in kleiner Runde oder in Filmbesprechungen. Noch gut kann ich mich an frühere Tage erinnern, als meine Leute und ich, stundenlang über Filme philosophierten. Was gefiel uns, worüber haben wir uns geärgert? Was brachte uns zum Lachen, welcher Film machte dem Sandmännchen Konkurrenz?

Wir alle sind von eigenen Vorlieben geprägt. Selbst bei objektiven Filmbetrachtungen schwingen häufig subjektive Untertöne mit.

1986 halte ich für das großartigste Filmjahr, das ich je erlebt habe. 23 für mich und weiten Teilen der Filmwelt bedeutsame Streifen werden in meinem Artikel erwähnt.

Zum Schluss lade ich euch ein, darüber zu resümieren, was euer großartigstes Filmjahr gewesen ist. Oder gab es ein Jahr, in dem ihr auffallend viele besonders gute Bücher gelesen habt? Auf welches Ergebnis ihr auch kommt, ihr werdet es mit dem Herzen treffen.

Illustrationen: Michael Sagenhorn mit ChatGPT 2026

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Über Michael Sagenhorn

Im bürgerlichen Leben: Michael Schnitzenbaumer, lebt in Poing bei München, mit seiner Frau Steffi und seinen beiden Kindern Tatjana und Sebastian. Beruflich ist er als Webentwickler tätig, und natürlich auch als Grafiker und Illustrator. Neben den Hobbys 'Fotografie', 'Reisen und 'Kochen' liest er für sein Leben gerne phantastische Romane. Sofern es seine Zeit zulässt, spielt er auch mal gern ein Computerspiel. Was ich mag! Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft, Empathie, Romantik - Ohrenstöpsel und Tante Gretels Apfelkuchen. Was ich nicht mag! Verrat, Geldgier (obwohl ich gegen Geld oder Reichtum gar nichts einzuwenden habe), Egomanie - früh aufstehen.

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