Michael Sagenhorn/ April 22, 2026/ Sagenhorn Einblicke/ 0Kommentare

Zwanzig Jahre Phantasaria Phantastik Bog

Holla, wie die Zeit vergeht! Am 22. April 2006 öffnete Phantasarias Taverne ‚Zum schunkelnden Ork‘ die Pforten.

Wie der Start vor 20 Jahren war, das könnt ihr nachlesen in meinem zweiteiligen Artikel ‚10 Jahre Phantasaria‘.

Im Prinzip kann ich all das, was ich damals geschrieben habe, auch heute noch unterstreichen.

Ich werde immer etwas sentimental, wenn ich an die Anfangszeiten denke. Es war die Zeit des Wilden Westens im Internet. Suchmaschinenoptimierung war noch in den Kinderschuhen. Man verlinkte sich per Linktausch mit Gleichgesinnten. Die Seite ‚Externe Links‘ gibt es bei mir heute noch. Manche Links, die du auf dieser Site findest, sind schon von Anbeginn dabei. Hervorzuheben ist die Homepage der Künstlerin Gaby Hylla, deren Linkpartnerschaft schon seit 20 Jahren besteht.

Wehmütig denke ich auch an die verschwundenen Top-Listen, in die man sich eintragen konnte, oder an die Webverzeichnisse. Vor allem das Webverzeichnis dmoz.org (Open Directory Project) hat mich nicht öfter zum Grübeln gebracht. So gerne hätte ich einen Eintrag meiner Site in diesem damals geachteten Verzeichnis gesehen. So etwas war damals wie ein Ritterschlag im Web. Mehrmals habe ich mich dort beworben, und versucht, alles so einzutragen, wie es die Redakteure vorgeschrieben haben, aber nie eine Rückmeldung erhalten.

Dmoz.org wurde 2017 vom Netz genommen, doch Phantasaria gibt es noch. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass Dmoz.org ein Nachfolgeprojekt gestartet hat: den Webkatalog curlie.org. Aber ich bezweifle, dass curlie das gleiche Renommee erreicht, wie dmoz.

20 Jahre danach

Die zweiten 10 Jahre waren nicht ganz so turbulent, wie die ersten. Von der Schriftstellerei habe ich mich in den letzten Jahren aus zeitlichen Gründen zurückgezogen. Jedoch konnte ich die Feder nie ganz beiseitelegen. Anfang 2021 habe ich damit begonnen, wieder regelmäßig zu schreiben. Ich hatte ja schon lange im Hinterkopf, Filmbewertungen zu verfassen, da mich Filme schon mein ganzes Leben lang begleiten und eine Bereicherung für mich sind.

Nebenbei habe ich ein altes Herzensprojekt wieder aus der Schublade geholt: Die Legenden von Avalgaron. Ursprünglich hat ein sehr guter, bereits verstorbener Freund die Geschichte illustriert. Leider sind wir damals bei der Suche nach einem Verlag nie über eine Lektoratskonferenz beim Goldmann Verlag hinausgekommen. Aber trotzdem kein schlechtes Ergebnis für völlig unbekannte Künstler, wenn man bedenkt, dass der ursprüngliche Roman schon damals über 1000 Seiten Umfang hatte. Heute ist die Geschichte länger, aber dafür in vier Bände geteilt. Den ersten Band habe ich meinem Freund von damals gewidmet. Er war der Grund, dass ich nie den Glauben an die Geschichte verlor.


Illustrieren tue ich heute meine Geschichten und einige meiner Artikel selbst. Dabei bediene ich mich aber nicht mehr nur Grafikprogrammen. Auch ich habe KI für mich entdeckt, und festgestellt, dass sie durchaus akzeptable Ergebnisse liefert, auch wenn KI meines Erachtens menschliche Designer, Grafiker und Künstler (noch) nicht ersetzen kann. Zur Grafikerstellung verwende ich ChatGPT, weil die kostenlose Version vollkommen ausreichend für mich ist und wirklich schöne Ergebnisse liefert. 

Man merkt also, ich habe mich von der 3D-Art im Prinzip verabschiedet. Meine knappe Zeit werde ich in Zukunft auf meine Texte lenken. Auch wenn ich manchmal schweren Herzens Aufträge ablehnen musste. In diesem Zusammenhang möchte ich mich ganz besonders bei Mara Laue bedanken, weil sie auch nach Jahren so lobende Worte für meine Cover-Illustrationen gefunden hat, die mir ein befreundeter Schriftsteller zugetragen hat.

Michael Sagenhorn Autor und Illustrator

Eben jener Schriftsteller, Uwe Lammers, hat mich 2021 gefragt, ob ich in den Science-Fiction-Club Baden-Württemberg eintreten möchte. Zu Beginn fand ich die Frage deshalb überraschend, weil ich dachte, der Club wäre ausschließlich für SF-Fans, und in Baden-Württemberg müsse man ansässig sein. Nein, das ist schon lange nicht mehr so. Also bin ich beigetreten und seitdem aktives Mitglied im Club. 


Wenn ihr übrigens ebenfalls einer Meute phantastikbegeisterter Nerds beitreten wollt, besucht jetzt die Homepage des Clubs: https://www.science-fiction-club-baden-wuerttemberg.de/


Dort könnt ihr online ein Beitrittsformular ausfüllen und schon seid ihr dabei. Wir freuen uns über reges Geplauder mit euch, egal aus welchem Bundesland, bzw. aus welchem Land (oder Planeten) ihr kommt. Außerirdische! Wenn ihr das lest, kommt vorbei und nehmt teil, an unseren munteren Kommunikationen und tiefschürfenden Gesprächen (Stichwort z. B.: Wuchernde Eier im Rossdreck).

Meinen herzlichsten Dank!

Zum Abschluss möchte ich noch herzlich bei euch bedanken, ihr, die ihr euch für meine Geschichten und Bilder interessiert. Zu meinen Geschichten, Artikeln und Grafiken hat mich wirklich viel positives Feedback erreicht. Das weckt in mir die Energie, diese weiter mit Leben zu füllen.


Pläne für die Zukunft

Im Herbst dieses Jahres wird Die Legenden von Avalgaron Band 2: Tränenschiede erscheinen. Einige von euch hätten sich einen illustrierten Band 1 gewünscht. Ob ich diesem Wunsch bei Band 2 nachkommen kann, hängt von den Kosten ab, da ich gerade die Druckausgabe so günstig wie möglich an euch weitergeben möchte. Daher kann ich noch nicht versprechen, dass die zukünftigen Bände Illus enthalten.

Jedoch werde ich auf meiner Homepage die Geschichte um Avalgaron weiterhin grafisch untermalen und euch auf meinem Instagram-Kanal https://www.instagram.com/sagenhorn/ nähere Einblicke in die Geschichte geben. Wenn ihr auf dem Laufenden bleiben, oder euch mit mir austauschen wollt, vergesst nicht, mir dort zu folgen.

Illustrationen: Michael Sagenhorn mit ChatGPT 2026

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Über Michael Sagenhorn

Im bürgerlichen Leben: Michael Schnitzenbaumer, lebt in Poing bei München, mit seiner Frau Steffi und seinen beiden Kindern Tatjana und Sebastian. Beruflich ist er als Webentwickler tätig, und natürlich auch als Grafiker und Illustrator. Neben den Hobbys 'Fotografie', 'Reisen und 'Kochen' liest er für sein Leben gerne phantastische Romane. Sofern es seine Zeit zulässt, spielt er auch mal gern ein Computerspiel. Was ich mag! Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft, Empathie, Romantik - Ohrenstöpsel und Tante Gretels Apfelkuchen. Was ich nicht mag! Verrat, Geldgier (obwohl ich gegen Geld oder Reichtum gar nichts einzuwenden habe), Egomanie - früh aufstehen.

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